Jahresziele für mein Depot 2021

Neues Jahr, neues Glück. Hätten wir einen Wunsch für 2021 frei, wäre wohl das Ende der Pandemie einheitlich zu hören. Zum Glück kann jeder Einzelne von uns etwas dazu beitragen und seinen Anteil leisten. Ich drücke uns jedenfalls fest die Daumen und bin optimistisch, dass wir ab Frühsommer die akute Pandemie-Situation, zumindest in Deutschland, mehr oder weniger überstanden haben. Und dann sind da ja noch die ein oder anderen Jahresziele.

Fernrohr
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Privat brechen 2021 für mich neue Zeiten an. Anfang Februar darf ich in meinem neuen Job durchstarten. Auf diese neue Herausforderung freue ich mich schon sehr. Aller Voraussicht nach ist der neue Job finanziell allerdings ein kleiner Rückschritt. Aber weniger Gehalt nehme ich gerne in Kauf, für einen Job, der mich wieder ausfüllt und mir Freude bereitet.

Die (finanziellen) Jahresziele für 2021

Letztes Jahr hatte ich mir fünf Jahresziele gesetzt, die ich alle erreicht hatte. Daran möchte ich dieses Jahr gerne anknüpfen. Mehr oder weniger aktuelle Statusmeldungen zu diesen Zielen wird es im Laufe des Jahres unregelmäßig auf der Depot-Seite geben. Neben den finanziellen Zielen, über die ich nachfolgend schreibe, habe ich privat natürlich noch weitere Ziele. So will ich dieses Jahr mind. 1.000 km Laufen und 5.000 km Radfahren. Die große Familienfeier von 2020 musste Corona-bedingt auf dieses Jahr verschoben werden. Und natürlich ein paar schöne Bike-Packing-Touren. Eine erste größere Tour gibt es bereits im Mai, dafür sollte ich jetzt schon mal trainieren. Mal schauen was im Laufe des Jahres noch alles dazukommt.

ChecklistZiel 1: Ein Portfolio von 140.000 € erreichen

Dieses Ziel hängt natürlich stark vom Buchwert meiner Investitionen ab. Dennoch möchte ich mir ein solches Ziel setzen, um Stück für Stück dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit näher zu kommen. Um das Ziel zu erreichen, müsste mein Vermögen 2021 um ca. 33.000 € anwachsen.

ChecklistZiel 2: Ein Depotwert von 111.111 € erreichen

Eine Schnapszahl als zweites Jahresziel. Sollte ich diesen Wert erreicht haben, trinke ich auch gerne am Ende des Jahres einen Schnaps darauf. Ähnlich wie das erste Ziel, hängt das zweite in erster Linie vom Buchwert meiner Investitionen ab. Dennoch möchte ich den großen Meilenstein, ein sechsstelliges Depot zu besitzen, „überspringen“ und Ende des Jahres diese Schnapszahl erreichen. Dafür müsste mein Depot mit Aktien, ETFs und Anleihen um etwas mehr als 24.000 € anwachsen.

ChecklistZiel 3: Einnahmen durch Dividenden von 150 € pro Monat

Wichtiger als der Buchwert meiner Investitionen ist mir allerdings ein stetiges passives Einkommen, sei es aus Zinszahlungen (P2P-Kredite) oder durch Gewinne aus meinen Unternehmensbeteiligungen (Dividenden). Hatte ich 2020 ca. 112 € pro Monat eingenommen, möchte ich 2021 insgesamt 1.800 € netto an Dividenden einnehmen und damit durchschnittlich mind. 150 € pro Monat. Dafür ist eine Steigerung um ca. 34% notwendig.

ChecklistZiel 4: Monatliche ETF-Sparpläne von 1200 € sowie zusätzlich monatlich 1.000 in weitere ETF-Sparpläne oder Aktien

Basis meiner finanziellen Unabhängigkeit sind ja ETFs, welche breit gestreut ca. 60% meines Portfolios ausmachen. Auch 2021 sollen die großen ETF-Sparpläne weiterlaufen und für einen konstanten Vermögensaufbau sorgen. Zusätzlich möchte ich pro Monat 1.000 € in ETF-Sparpläne oder Aktien investieren. In Summe sollen damit mindestens 26.400 € an Neuinvestitionen 2021 erfolgen. Ein ambitioniertes Ziel, zumal ich durch den neuen Job ja einen kleinen finanziellen Rückschritt erleide und sich auch der Cash-Bestand im letzten Jahr verringerte.

ChecklistZiel 5: Eine Sparquote von mehr als 40%

Wahrscheinlich die Grundlage aller oben genannten Ziele ist eine vernünftige Sparquote. Bereits letztes Jahr hatte ich eine Sparquote von 40% ausgerufen, die ich mit 44% knapp erreichte. Sparsam gelebt hatten wir 2020, uns allerdings nicht eingeschränkt. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Das Leben findet schließlich immer in der Gegenwart statt, nicht in der Vergangenheit oder Zukunft. Ein Sparquote von 40% halte ich für machbar bei meinem Haushaltseinkommen, auch wenn das Sparsamkeit bedeutet.

ChecklistKein Ziel mehr

Ein großes Ziel für 2021 habe ich wieder gestrichen. Den Einstieg in den Optionshandel möchte ich nach hinten verschieben. Mit der Theorie habe ich mich, auch dank Ingo von Mission-Cashflow, vertraut gemacht, aber derzeit fehlt mir etwas der Mut und durch den neuen Job wahrscheinlich auch etwas die Zeit. Nur den Blogger-KollegInnen folgen und den Optionshandel irgendwie zu integrieren, halte ich für keine Alternative. Das Geld, welches ich dafür bereits zur Seite gepackt hatte, werde ich nun Stück für Stück in Aktien investieren. Und das bringt hoffentlich auch etwas Rendite.

Zaun/Fence
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Die Grenzen des Wachstums

Mein Depot hat sich 2020 deutlich Richtung Aktien verschoben, allerdings ohne den Anteil der ETFs am Portfolio zu mindern. Im Laufe der Zeit habe ich mir daher Gedanken gemacht, wie eine für mich optimale Aufteilung meiner Vermögenswerte zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist. Für die Zukunft gilt daher erst einmal folgende angestrebte Vermögensallokation:

Lupe ETF-Anteil von 55 – 66%

In den nächsten Jahren soll kein ETF eine höhere Gewichtung als 25% aufweisen. Derzeit macht der Vanguard All-World High Dividend Yield ca. 21% aller ETF-Investitionen aus. Das ist bei einer Streuung von knapp 1.500 Unternehmen ok, sollte aber nicht viel stärker steigen. Trotz eines laufenden Sparplans, sehe ich für 2021 keine notwendigen Änderungen. Auf der Gegenseite möchte ich auf Dauer keinen ETF im Depot, der weniger als 1% ausmacht. Kleinvieh macht zwar auch Mist, aber verursacht auch Kosten. Der kleinste ETF in meinem Depot ist derzeit der iShares TecDax mit einem Anteil von ca. 2%. Hier sind 2021 also (noch) keine Änderungen notwendig.

Lupe Aktienanteil von max. 33%

ETFs bilden die Grundlage meines Vermögensaufbau und so soll es auch bleiben. Allerdings darf die Aktienquote gerne weiter auf maximal 1/3 meines Portfolios steigen. Bis dahin ist noch jede Menge Potenzial, also sind Einschränkungen derzeit nicht notwendig. Was vielleicht etwas mehr einschränkt, ist die Begrenzung der Gewichtung eines einzelnen Unternehmens. Diese Gewichtung soll nämlich 10% nicht überschreiten. Derzeit kratzt Cisco mit ca. 8 % als größte Einzelinvestition noch nicht ganz an dieser Grenze. Auch hier soll auf der Gegenseite kein Unternehmen mit einer geringen Gewichtung von 0,5% im Depot gehalten werden. Derzeit liegt SAP mit einer Gewichtung von 1% am untersten Rand.

Lupe Cash-Anteil zwischen 5 – 10%

Ganz nach dem Motto „Cash ist Trash“ möchte ich meinen Cash-Anteil auf ca. 5 – 10 % begrenzen. Generell möchte ich nämlich mein Geld für mich arbeiten lassen. Heißt natürlich im Umkehrschluss, bei eventuellen Kurseinbrüchen, bin ich voll investiert und habe wenig Möglichkeiten nochmals nachzulegen. Bei einem höheren Cash-Anteil bekomme ich dennoch keine Schweißausbrüche. In der Ruhe liegt die Kraft und Stück für Stück werde ich, wie im 2. Halbjahr 2020, meinen absoluten Cash-Bestand stabil halten, prozentual aber durch Neuinvestitionen auf das gewünschte Maß begrenzen. Sollte meine Glaskugel dennoch eine Krise voraussagen, würde ich den Cash-Anteil natürlich entsprechend erhöhen. Aber wer hat schon eine funktionierende Glaskugel?

Lupe Die Anleihen und Sparkonten

Keine Änderungen sind bei den Anleihen und Sparkonten geplant. Derzeit werde ich keine neuen Anleihen zeichnen und wie seit Monaten nur geringe Einzahlungen bei den beiden Sparkonten tätigen. Da die Sparkonten auch einen Teil meines Notgroschens darstellen, bleiben diese trotz geringer Verzinsung erhalten.

Lupe P2P-Anteil zwischen 1 – 2%

Derzeit machen die P2P-Kredite lediglich 0,7% meines Portfolios aus. Dank der Aktion „Sportlich Vermögen aufbauen“ wird sich dies im Laufe des Jahres wandeln. Allerdings habe ich auch hier Grenzen des Wachstums gesetzt, da ich P2P-Kredite grundsätzlich als Risikoinvestment ansehe. Sollte ich einen Portfolio-Anteil von einem Prozent erreichen, werde ich zunächst die Neuinvestitionen stoppen. Erst wenn der Anteil der Zinszahlungen bei beiden Plattformen bei mindestens 5% liegt, werde ich den Anteil der P2P-Plattformen am Portfolio stückweise auf 1,5% erhöhen. Bei Mintos machen die Zinszahlungen derzeit knapp 4% vom Depotwert aus, während sie bei Bondora noch bei etwas unter 2% liegen. Heißt folglich, voraussichtlich ab April dann erstmal abwarten und Tee trinken. Bei einem Anteil von 1,5% vom Portfolio ziehe ich auch hier wieder eine Grenze und warte auf einen Zinsanteil von mind. 10% je Plattform. Zuviel Geld in zu kurzer Zeit in die beiden P2P-Plattformen zu investieren, halte ich für ein ungesundes Wachstum.

Lupe Die P2P-Alternative

Während ich abwarte und Tee trinke, werde ich meine sportliche Aktion dennoch weiter laufen lassen. Zumal ich persönlich ja durchaus noch weitere Jahresziele habe, als nur finanziell gesehen. Während dieser Wartezeit werde ich das Geld für die monatlichen Neuinvestitionen nicht in die P2P-Plattformen stecken. Vielmehr sollen damit meine derzeitige Aktiensparpläne aufgestockt werden. Allerdings nicht gleichmäßig auf die fünf Unternehmen (BlackRock, General Mills, Coca-Cola, Visa, Home Depot), sondern gezielt zur Unterstützung des „Verlierers“ der letzten 30 Handelstage. So kann ich günstige Einstiegspreise nutzen und für das investierte Geld noch mehr Anteile herausholen. Natürlich immer gesetzt den Fall, dass der „Verlierer“ in der Zukunft diesen Rückstand auch wieder aufholt.

Auf ein Neues

Für 2021 wünsche ich Euch allen jedenfalls viel Erfolg beim Erreichen eurer eigenen ganz persönlichen Jahresziele. Das Jahr bietet 365 Möglichkeiten und wir haben es in der Hand, das Beste aus 2021 herauszuholen. Ich werde gleich damit anfangen und mal meinen Keller aufräumen. Der hat es bitter nötig. Und ab Februar darf ich dann ja im neuen Job ran. Es bleibt also spannend.

Ich wünsche Euch was. Bleibt gesund und investiert.

Es grüßt, der FIRE-Stratege.

2 Kommentare bei „Jahresziele für mein Depot 2021“

  1. Hi Tobias!

    Finde ich gut, dass du einen Jobwechsel auch machst, wenn dabei weniger Geld rumkommt, du dann aber hoffentlich wieder ein Stück zufriedener und erfüllter leben kannst. Top!

    Und vielleicht klappt es ja dann 2022 mit dem Optionshandel. ;o)

    CU Ingo.

    1. Danke Ingo. Ich verdiene ja immernoch gut und kann nicht klagen. Und dank euch Vorreitern kann ich mir anschauen, was ich beim Optionshandel 2021 so verpasse, auch ok. 🙂

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